Hauptversammlung 2013
ERLIGHEIM, 04. FEBRUAR 2013

Drei Brände und 17 Goldmedaillen Hauptversammlung der Erligheimer Feuerwehr - Höchster Personalstand seit Jahrzehnten

Als "einsatzmäßig durchschnittlich" wertet die Erligheimer Feuerwehr das Jahr 2012. Ein Brand im Februar hatte dennoch weitreichende Folgen. 17 Mal Gold gab es beim Wettstreit um Leistungsabzeichen.
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Einsatz für die Erligheimer Wehr: Am 18. Februar brannte ein Wohnhaus nieder. Experten sind sich mittlerweile sicher, dass es sich um Brandstiftung handelte. Foto: Jürgen Kunz
Einsatz für die Erligheimer Wehr: Am 18. Februar brannte ein Wohnhaus nieder. Experten sind sich mittlerweile sicher, dass es sich um Brandstiftung handelte. Foto: Jürgen Kunz

 

"Sie haben einen guten Ruf im Landkreis", bescheinigte Kreisbrandmeister Andy Dorroch der Erligheimer Feuerwehrfamilie bei deren Hauptversammlung am Samstagabend. Und von einer "Familie" kann man tatsächlich sprechen, denn die Erligheimer Feuerwehrleute rücken mit Ehegatten und Lebenspartnern an, wenn Kommandant Karl-Heinz Fein zur Hauptversammlung ins Traditionslokal "Grüner Baum" ruft, wie am Samstag deutlich wurde. Vielleicht ist das ja auch mit ein Grund für die Verbundenheit unter den Feuerwehrangehörigen und ihren Familien.

"Wir stehen hinter unserer Feuerwehr", beteuerte Bürgermeister Rainer Schäuffele im Namen des Gemeinderats und bedankte sich für die "gut bis super geleistete Arbeit" der 42 Aktiven, unter denen sich auch zwei Frauen befinden. Damit hat die Erligheimer Feuerwehr den höchsten Personalstand seit mehr als 40 Jahren. Das Durchschnittsalter beträgt 30,7 Jahre.

In der Jugendfeuerwehr betreut man sieben Jungen und zwei Mädchen und ist damit etwas weit von einer Mannschaftsstärke von 15 Jugendlichen weg, wie sie Karl-Heinz Fein und Jugendleiter Oliver Pirgl eigentlich für optimal halten. Kommandant Karl-Heinz Fein ist trotzdem zufrieden mit seiner Wehr. Lediglich die Tatsache, dass immer mehr Geräteträger sich den schweren Dienst unter Atemschutz nicht mehr zumuten wollen oder können, bereitet ihm etwas Sorge. Fein appellierte denn auch an die jüngeren Kameraden, sich zum Atemschutzlehrgang zu melden und für die Einsätze vorzubereiten.

Die Erligheimer sind dennoch zu Höchstleistungen fähig. Das belegen 17 Goldmedaillen, die im Juni "unter den Augen eines stolzen Bürgermeisters", so Fein, in Marbach beim Kampf um das Goldene Leistungsabzeichen errungen wurden. Als eine der kleineren Feuerwehren im Kreis hatte Erligheim die größte Mannschaft ins Rennen um Feuerwehrgold geschickt.

In der rauen Feuerwehrwirklichkeit mussten die Erligheimer im vergangenen Jahr zwölf Einsätze bestehen. Dreimal wurden sie zu Bränden gerufen. Der Rest waren so genannte Hilfeleistungen.

Der erste Einsatz im Februar 2012 war auch gleich einer der schwersten: Ein dreißig Jahre altes Fertighaus aus Holz brannte nieder. Fein berichtete, inzwischen seien sich die Experten einig, dass es sich um Brandstiftung gehandelt haben müsse. Mit fatalen Folgen: Die betroffene Familie lebt seither in einer Notunterkunft der Gemeinde.

Das Jahr 2013 wird ganz im Zeichen des neuen Anbaus ans Feuerwehrhaus stehen. Man braucht Platz für das neue Feuerwehrauto LF 10-6, das Ende 2014 ein 35 Jahre altes LF 8 ablösen soll.

Quelle: Bietigheimer Zeitung